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Landschaftspflege

Pilotprojekt - Kostenlose Annahme von Grüngut von April bis Juni 2013

Die Ergebnisse des Pilotprojekts liegen vor. Das Resultat:
In 4 Städten wurden in einem Zeitraum von 2 Monaten insgesamt 335 t Grüngut und 248 t Astwerk angenommen und einer Verwertung zugeführt. Seitens der Bevölkerung besteht Bedarf und großes Interesse an einer Weiterführung des Projekts. Bei entsprechendem Management könnte sich die Sammlung sogar selbst tragen. Derzeit laufen Überlegungen zur Finanzierung des Transportaufwandes zur Verwertungsanlage. Die Annahme des Materials sollte für die Anlieferer möglichst kostenfrei bleiben. Hier Download Fazit auf einen Blick.

Zum Projekt:

Im Rahmen eines Pilotprojektes zwischen dem Vogtlandkreis und den Städten Adorf, Oelsnitz, Reichenbach und Schöneck hatten deren Bauhöfe vom 01.04.2013 bis 15.06.2013 Gras-, Baum-, Strauch- und Heckenschnitt kostenfrei aus der Bevölkerung, von Gewerbetreibenden, Gartenvereinen u.ä. entgegen genommen.

Das Material wurde zur späteren energetischen Verwertung gesammelt und musste daher sortenrein getrennt in die am Bauhof vorhandenen Container gegeben werden: Ein Container stand für Baum-, Ast-, Strauch- und Heckenschnitt bereit und ein Container für Grasschnitt.

Wichtig war auch, das Material unbedingt frei von Fremdkörpern zu liefern, also ohne z.B. Steine, Metalle, Bauschutt oder sonstige Abfälle. Derart verunreinigtes Material musste das Personal des Bauhofes zurückweisen.

Das Pilotprojekt wurde in den Städten Adorf, Oelsnitz, Reichenbach und Schöneck zeitgleich durchgeführt. Das Umweltamt des Landratsamtes Vogtlandkreis wollte damit prüfen, inwieweit ein solches Sammelsystem andauernd eingerichtet und auf weitere Städte und Gemeinden ausgedehnt werden kann. Ziel ist die zukünftige energetische und stoffliche Verwertung von bisher ungenutztem Landschaftspflegematerial der Region in geeigneten Anlagen im Vogtlandkreis, wie sie das Energiekonzept des Vogtlandkreises vorsieht.

Annahmestellen bis 15.06.2013 waren:
Bauhof Adorf, Arnsgrün, Adorfer Str. 33, Tel. 037423 2398
Bauhof Reichenbach, Kneippstraße 1, Tel. 0172/7552054
Bauhof Schöneck, Roter Muldenweg 5, Tel. 037464 870126
Bauhof Oelsnitz, Stadtwerke Oelsnitz GmbH, Boxbachweg 2, Tel. 037421 - 4080

Am Gemeinschaftsprojekt zur Erfassung und Verwertung vorhandenen Potenzials an Landschaftspflegematerial waren beteiligt: SMUL, Energie Eibenstock GmbH, Bioenergieberatung Sachsen, Erzgebirgskreis, Vogtlandkreis. Praktisch erprobt hat es der Vogtlandkreis im Zeitraum April bis Juni 2013.

 

Pilotvorhaben für Sachsen

Projekt: Energetische Verwertung von Biomasse aus der Landschaftspflege im Vogtland und Westerzgebirge

Nachwachsende Rohstoffe können einen wichtigen Beitrag zur globalen Energiesicherheit und Ressourceneffizienz leisten. Das Vogtland verfügt in diesem Zusammenhang großräumig über bisher weitgehend ungenutztes Potenzial. Gemeinsam mit dem Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft sucht der Vogtlandkreis im Rahmen eines Pilotvorhabens für Sachsen nach Nutzungsmöglichkeiten von Landschaftspflegematerial.

Im Rahmen der Bioenergie-Tagung am 5. November 2012 referierte Dr. Jan Stegner vom Institut für Vegetationskunde und Landschaftsökologie Leipzig (IVL) zu diesem Projekt. Das IVL ist hierzu vom Umweltministerium beauftragt. Das Referat finden Sie im Downloadbereich. Der Abschlussbericht wird für das Frühjahr 2013 erwartet.
Datengrundlage für den Vogtlandkreis bildete die Studie zum Anfall von Landschaftspflegematerial (siehe unten), die seit April 2012 für den Vogtlandkreis vorliegt .


Projekt: Studie zum Anfall von Landschaftspflegematerial Vogtlandkreis

Als Teil des sachsenweiten Pilotprojekts für das Vogtland und einen Teil des Erzgebirgskreises stellt die Studie sehr detailliert das aktuelle Aufkommen des Vogtlandkreises an Grasschnitt, trockenerem Grüngut (Heu, Stroh) sowie Holz dar und gibt Auskunft über dessen derzeitige Nutzung und Entsorgung. Wegweisend umreißt das Papier daraus Nutzungsmöglichkeiten zum energetischen Verwerten der Biomasse und unterbreitet Einsatz- und Handlungsempfehlungen für die künftige regionale Energieversorgung der Region.

Hier finden Sie den vollständigen Abschlussbericht und die Mengenübersicht.